Biggs Darklighter, wo bist Du?

Die Kurz-Doku „Blast it Biggs, where are you?“ setzt einem fast vergessenen Helden der „Star Wars“-Saga ein Denkmal.

Biggs Darklighter ist für Star Wars in etwa das, was Pete Best für die Beatles war. Irgendwie am Anfang dabei, irgendwie Teil der Legende, aber dann durch unglückliche Umstände ins Abseits geraten und den immerwährenden Weltruhm knapp verpasst. Der Dokumentarfilmer Jamie Benning hat dem Charakter in einem etwa viertelstündigen Kurzfilm ein Denkmal gesetzt und die Historie der Figur aufgearbeitet. Star Wars-Nerds werden wissen: In der ursprünglichen Kinofassung von Episode 4 war Biggs Darklighter nur als X-Wing Pilot zu sehen, der bei dem Angriff gegen den Todesstern getötet wird. Ursprünglich sollte der Charakter aber bereits am Anfang des Films als Jugendfreund von Luke Skywalker eingeführt werden, zusammen mit einer Gang von Jugendlichen, die auf Tatooine herumhängen. In der endgültigen Schnittfassung wurden diese Szenen allerdings alle wieder entfernt, nachdem Lucas die Vorwürfe zu hören bekam, er würde mit Star Wars einfach nur „American Graffiti in space“ drehen. Außerdem behinderten die Szenen das Tempo des Films und ließen zuviel Zeit auf Tatooine verstreichen, bevor die Handlung richtig in Gang kam – die Doku macht schön deutlich, welche Schwierigkeiten George Lucas bei der Verwirklichung des Kriegs der Sterne hatte.

Biggs-Schauspieler Garrick Hagon erzählt von seinem Erlebnissen rund um Star Wars und „Blast it Biggs, where are you?“ bietet etliche Einblicke in die Dreharbeiten des ersten Star Wars-Films sowie auf die entfallenen Szenen. Über all dem schwebt der sanfte, melancholische Hauch der verpassten Chance. Wer weiß? Wären die Biggs-Szenen nicht der Schere zum Opfer gefallen, wäre Biggs Darklighter heute womöglich so populär wie Lando Calrissian oder Boba Fett. Und Garrick Hagon heute ein Star. Manchmal soll es eben einfach nicht sein.

Ninja Philipp

Ninja Philipp

Redakteur at Serien Ninja
Wo immer etwas über einen Bildschirm flimmert, ist Philipp nicht weit! Wahrscheinlich kommt das daher, dass er in seiner Kindheit nicht viel fernsehen durfte. Das kommt davon, liebe Eltern! Heute konsumiert er mit Vorliebe alles, was mit Science-Fiction, Superhelden, Zombies, fiktionalen Königreichen, Robotern, Römern oder zwischenmenschlichen Problemen zu tun hat. Krimis findet er jetzt nicht so spannend, interessante Dokumentationen dafür umso mehr.
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@konsumkind

34 | Fels in Brandenburg | Hier ist nicht mal mir zum Lachen
@mittekid ✊🏻✊🏻 - 6 Stunden ago

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