Ed Wood, Jack Arnold & Co. – Die besten Trashfilme – Teil 1

Bock auf Scheiß Filme? Wir schon und haben das zum Anlass genommen, um einen Blick ans untere Ende der Unterhaltungskette zu werfenAußerirdische Besucher, barbusige Zombies in 3D und grüne Monster aus dem Amazonas. Willkommen im Dreck!

Plan 9 from Outer Space

Ed Wood, der Klassiker erfolgloser B-Movies, erschuf dieses dilettantische Meisterwerk 1959. Mit „Plan 9 aus dem Weltall“ und Filmen wie „Glen or Glenda“ (1953), „Bride of the Monster“  (deutscher Titel: „Die Rache des Würgers“; 1955) oder seinem letzten Werk „Necromania aus dem Jahre 1971, begründete der gebürtige New Yorker Edward Davies Wood jr. seinen Ruf als schlechtester Regisseur aller Zeiten. Ein Titel, der ihm posthum im Jahre 1979 von den Autoren des Buches „The Golden Turkey Awards“  verliehen wurde. Aktuell arbeitet übrigens der deutsche Filmemacher Uwe Boll („Far Cry“, „Die Schwerter des Königs“) mit Hilfe von Till Schweiger daran, dem 1978 verstorbenen Wood diesen Titel streitig zu machen. Tim Burton fand da einen respektvolleren Weg und setzte dem Verkannten 1994 mit seinem Film „Ed Wood“ (in der Hauptrolle natürlich Johnny Depp) ein filmisches Denkmal.

Bong of the Dead

Gerade erst kürzlich erschienen ist „Bong of the Dead“ – der jüngste Kandidat unserer Trash Hitliste. Die Story ist relativ schnell beschrieben: „Die Erde wird durch einen Meteoriteneinschlag verwüstet, die wenigen Überlebenden müssen sich zudem gegen eine ausgebrochene Zombie-Epidemie durchschlagen! Schlechte Zeiten also für die Kiffer-Kumpels Tommy und Edwin! Doch das ständig benebelte Paar erfindet daraufhin das Super-Gras schlechthin, indem sie Zombie-Hirn als Dünger verwenden!! Um ihren grünen Vorrat zu maximieren, müssen die beiden Freunde auf Zombie-Jagd gehen! Gemeinsam mit dem Babe Leah und ihrer selbst gebastelten Zombie-Killer-Maschine geht’s in den ultimativen Kampf gegen eine durchgeknallte Armee von blutgeilen Untoten!“ Das klingt in erster Linie nach einem recht amüsanten Film. Beworben wird er als Mischung aus „Shawn of the Dead“ und „Chech & Chong“. Zwei Sterne bei Amazon zeugen von der Trashigkeit des Werkes.

Tokyo Gore Police

2008 erschien dieser Film auf der Bildfläche. Ein klares Signal der Japaner, wo der Frosch die Locken hat. Ein Gemetzel, bei welchem einem schlecht wird. Worum geht es: „ Eine ambitionierte Polizei-Offizierin macht in einem futuristischen und neurotischen Tokyo Jagd auf genetisch mutierte Schwerverbrecher, die sogenannten „Maschinisten“ – eine Art Übermenschen, die beispielsweise ihnen zugefügte Wunden zu tödlichen Waffen machen können. Je weiter die Gesetzeshüterin in die Entstehungsgeschichte der „Maschinisten“ vordringt, desto mehr kommen der jungen Schwertkämpferin Zweifel, ob sie auf der richtigen Seite steht.“ Das alles ist verpackt in eine wilde Mischung aus Gore, Splatter, Horror und zuweilen sozialkritischen Elementen, dass es dem Betrachter schnell die Sprache verschlägt und er entweder a.) abschaltet oder b.) in ungläubigem Staunen verharrt. Ein Selbstversuch ist Chefsache.

Big Tits Zombies in 3D

Was zuweilen inhaltlich eindimensional rüberkommt, wird mittlerweile auch schon in 3D produziert. Diesem Werk liegen zum Genuss des vollen dreidimensionalen Filmerlebnisses spezielle 3D Tittenbrillen bei. Für aktuell €6,99 bei Amazon kann man(n) da wirklich nicht meckern. Auch die Story macht einiges her: „In der Hoffnung den Auftritt ihres Lebens vor Augen zu haben, landet die Strippern Rena Jodo statt, wie erwartet, in einem angesagten Ferienort, in einem verschlafenen Nest. Die Enttäuschung der jungen Dame ist groß. Als in der Folge an diesem, für eine junge Stripperin unwirtlichen Ort das “Book of the Dead” gefunden wird, mit welchem man Untote heraufbeschwören kann, braucht es nicht lange bis zur Eskalation. Rena bleibt nichts anderes übrig, als mit vollem Körpereinsatz gegen die Zombie-Plage vorzugehen.“ Wo wir wieder beim Titel wären. Über die Qualität der 3D Effekte ist uns (noch) nichts bekannt.

Captain Cosmotic

SciFi war von jeher eine beliebte Spielwiese für Filmemacher mit einem Hang zum Skurrilen. Wobei die Studios George Lucas anfänglich ja auch für nicht ganz dicht hielten, als er mit seiner Star Wars Saga um die Ecke kam. Ein Fehler, wie sich später rausstellte. Dass „Captain Cosmotic“ ein ebensolcher war, werden nur die härtesten unter den Trash-Fans behaupten. Produziert in Deutschland wurde dieser Film 1998 auf das Publikum losgelassen. Genauer: Der Berator. Ein finsterer Fiesling vom Planeten Karloff der, feige wie er ist, anstelle seiner Person vier gefährliche Alien-Schurken auf die Erde schickt, um den Kern des blauen Planeten abzusaugen. Die Elitekämpfer sind zwar allesamt dumm wie Toastbrot, aber äußerst gemeingefährlich. Gott sei Dank gibt es da noch Dieter Parker. Nach der Begegnung mit einem außerirdischen Flaschengeist wird der brave Handelsvertreter zu Captain Cosmotic, dem Kämpfer gegen das Unrecht. Ihm zur Seite steht die Ex-Hausfrau Dietlind als gnadenlose Powerbitch. Von jetzt an sprechen die Waffen. Dann sind wir mal still und hören zu.

Der Schrecken des Amazonas

Regisseur Jack Arnold, mit „Tarantula“ und „Gefahr aus dem Weltall“ Erfinder zweier weiterer erfolgreicher B-Movies der 1950er Jahre, erschuf diesen Klassiker des Phantasie-Horrors im Jahre 1954. Gedreht wurde in der damaligen Trend-Technik 3D, was dazu führte, dass der „Bösewicht“ des Films, der Kiemenmensch, bis heute als das berühmteste Monster der 3D-Filmgeschichte gilt. Höchstleistung wurde von dem Schauspieler gefordert, der das Ungeheuer bei den Unterwasseraufnahmen spielte. Bis zu vier Minuten am Stück musste Ricou Browning (in seiner späteren Karriere verantwortlich für die Unterwasseraufnahmen in dem James Bond Film „Feuerball“ (1965), sowie dessen 1980er Jahre Remakes „Sag niemals nie“) die Luft anhalten, da es nicht möglich war, eine zusätzliche Luftspeisung in das Kostüm zu integrieren. Im Groben geht es um einen Gruppe Geologen, die am Amazonas fossile Überreste einer Missing Link Spezies aus Meeres- und Landlebewesen finden. Wie es der Zufall so will, ist von eben jener ein Exemplar noch quick lebendig und gar nicht begeistert von dem Besuch der Forschergruppe die natürlich versucht, King Kong lässt grüßen, das urtümliche Wesen zu fangen. Ob ihnen das gelingt? Reinschauen in diesen Schwarz-Weiß Klassiker, der mit „Die Rache des Ungeheuers“ und „Das Ungeheuer ist unter uns“ zwei unterhaltsame Fortsetzungen erhielt, lohnt sich.

Welches der Genannten ist euer Favorit auf den Titel: Schlechtester Film ever?

Ninja Tim
Tim`s Serienkarriere begann in den 1980er Jahren mit »Ein Colt für alle Fälle«, »Simon & Simon«, »Trio mit 4 Fäusten«, »Miami Vice«, »Matlock« und den ZDF Weihnachtsserien »Silas« und »Jack Holborn«. Zu seinen Favoriten zählen »The Walking Dead«, »True Detective«, »Modern Family«, »Deadwood«, »Law & Order«, »King of Queens«, »The Wire«, »The West Wing« und »The Newsroom«. Aktueller Favorit: »The Strain«

Ninja Tim

Tim`s Serienkarriere begann in den 1980er Jahren mit »Ein Colt für alle Fälle«, »Simon & Simon«, »Trio mit 4 Fäusten«, »Miami Vice«, »Matlock« und den ZDF Weihnachtsserien »Silas« und »Jack Holborn«. Zu seinen Favoriten zählen »The Walking Dead«, »True Detective«, »Modern Family«, »Deadwood«, »Law & Order«, »King of Queens«, »The Wire«, »The West Wing« und »The Newsroom«. Aktueller Favorit: »The Strain«

2 Comments

  • Antworten September 1, 2014

    Oliver Eichhorn

    Von „Plan 9“ habe ich noch heute das Computerspiel lim Schrank stehen. Damals lag die VHS des Films bei 🙂

  • Antworten September 1, 2014

    Serien Ninja

    Wenn man jetzt nur noch einen VHS Rekorder hätte. 😉

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