Indiebookday am 21. März 2015

Diesen Samstag den 21. März ist es so weit: Der 3. Indiebookday findet statt. An diesem Tag dreht sich alles um die kleinen Perlen in der großen, weiten Welt der Bücher. 

Independent-Verlage – also kleine Verlage abseits der großen Konzerne – müssen ohne große Werbebudgets auskommen, haben aber oft auch mehr kreative Freiheit und Möglichkeiten, da sich nicht jede Produktion hunderttausendfach verkaufen muss. Manche guten Titel gehen aber auch einfach unter. Die Anzahl der Neuerscheinungen ist gewaltig, da gilt es, die guten oder die den persönlichen Geschmack treffenden Büchern herauszufinden. Der Indiebookday soll nun die Aufmerksamkeit auf solche Verlage, deren Künstler und Werke, und natürlich auch auf die kleineren Buchläden lenken. Und das geht so: jeder, der sich beteiligen möchte kauft sich an diesem Tag ein Buch, am besten in einer lokalen Buchhandlung und nicht bei einer Kette im Einkaufszentrum oder gar beim Onlineriesen. Er oder Sie fotografiert das Buch oder sich selbst mit dem Buch und postet das Bild mit ein paar Bemerkungen in einem sozialen Netzwerk mit dem Hashtag #Indiebookday. Welche Werke bzw. welche Verlage als „Indie“ gelten, würde ich dabei sehr locker sehen. Zwar gibt es auf der Webseite des Veranstalters www.indiebookday.de einen Link zu einer Definition des Indie-Verlagswesens, verfasst von der Kurt-Wolff-Stiftung. Jedoch wirken die dort aufgeführten Unterscheidungen reichlich befremdlich und unnötig restriktiv. Von dreizehn Punkten definieren nur zwei Punkte einen Ausschluss von Konzernen oder sehr großen Firmen. Die restlichen immerhin elf Punkte grenzen nach unten Kleinstverlage aus. Warum ein Verlag, der beispielsweise nicht im Börsenverein ist, keine ISBN-Nummer verwendet oder keine Webseite hat, kein Indie-Verlag ist, will sich mir einfach nicht erschließen. Das riecht doch eher nach Marketing der nicht mehr ganz so kleinen Verlage gepaart mit einem typisch deutschen Zwang zur peinlich genauen Kategorisierung mit akademischer Definition. Am liebsten würde man wohl noch eine DIN-Norm einführen. Besonders unverständlich ist dies, weil die Kurt-Wolff-Stiftung als gemeinnützig eingestuft wird. Die Definition kann man also getrost vergessen. Davon abgesehen ist der Indiebookday eine wunderbare Idee und eine unterstützenswerte Sache. Und was da in den Social-Media Diensten gepostet wird, liegt ja auch allein an Euch. Unter selbigen Hashtag kann man sich anschauen, was andere Leser interessiert und sich wunderbar inspirieren lassen. Und was hat das mit Comics zu tun, für die ich hier ja gerne spreche? Die deutschen Comic-Verlage sind fast alle auch Indie-Verlage. Mal abgesehen von Panini, Carlsen und Egmont (und ev. den einen oder anderen Literaturverlag, der jetzt Graphic Novels für sich entdeckt hat). Geneigte Leser – zögert also nicht, am Samstag die Fahne für die gezeichneten Geschichten hochzuhalten! Gerne auch bei mit im Laden.

Comic & Graphics, Prenzlauer Allee 46, 10405 Berlin

 

Frank - Comics & Graphics
Frank ist Betreiber der Berliner Comicbuchhandlung Comics & Graphics in der Prenzlauer Allee 46. Auf Serien Ninja empfiehlt er regelmäßig aktuelle Comicbände und Graphic Novellen. Wem das gefällt, der schaut mal bei ihm vorbei grüßt schön und stöbert in seinem umfangreichen Sortiment. Mehr von ihm findet ihr auf: www.bluetoons.de
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Morgen! 🙂 https://t.co/lJeuqizszR - 9 Monaten ago
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