SDCC 2015: Victor Frankenstein

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Frankenstein, das Monster. Eine über die Jahre entstandene Verwirrung. „Immer wenn ich jemandem erzähle, dass ich Frankenstein in meinem neuen Film spiele, gucken die mich ungläubig an und fragen, ob ich nicht zu klein für die Rolle sei,“ so James McAvoy auf dem SDCC 2015: Victor Frankenstein Panel.

Er spielt Victor Frankenstein, den Wissenschaftler in der neuen Verfilmung des Klassikers. Viele verwechseln Frankenstein oft mit seinem Monster, dabei hat es den Namen selbst nie getragen. „Mit unserem Film geben wir dem Wissenschaftler seinen Namen zurück,“ sagt Regisseur Paul McGuigan. Die schaurige Entstehung des Monsters war auf der großen Leinwand im Filmclip zu sehen. Angsterfüllt und genauso besessen arbeiten hier zwei intellektuell gewachsene Männer zusammen, Frankenstein und sein Assistent Igor, um ihre Kreation zum Leben bringen. Sie tun alles in ihrer Macht, um ihren Versuch zum Ende zu bringen, aus Leidenschaft wird Besessenheit. Genau wie der Durst nach wissenschaftlichem Fortschritt spielt die Beziehung der beiden Männer eine große Rolle im Film. Und sobald es um die Liebe zwischen zwei Männern geht, wird das Panel ein einziges Innuendo-Wirrwarr. Bewusst doppeldeutige Formulierungen von James McAvoy, eher versehentlich von Daniel Radcliffe. „Ich bin ein laufender Penis-Witz,“ sagt McAvoy und amüsiert sich gut, während Radcliffe zwar lachend rot wird und versucht die Diskussion auf eine ernste Ebene zurückzubringen. „Ob wir nun ein Monster bauen oder und james-mcavoy-cast-as-victor-von-frankensteinlieben, ist doch alles dasselbe.“ Im Laufe der Handlung wird Frankenstein immer verrückter und fängt an seinen Assistenten Igor zu missbrauchen. „Zuerst rettet Frankenstein ihn aus unmöglichen Lebensumständen, von diesem Mann wird sein Leben erst möglich gemacht. Dann wird er verrückt und Igor versucht immer, ihn wieder zu Verstand zu bringen. Schließlich hat er ihm alles zu verdanken,“ erklärt Daniel Radcliffe, warum er an der Seite seiner Meisters bleibt. „Als Zuschauer denkt man sich, dass er am besten in der Mitte des Films davonlaufen sollte. Die erste Hälfte des Films haben die beiden eine gute Zeit zusammen, und die zweite Hälfte ist ein langer Missbrauch an Igor,“ so die Struktur des Films nach James McAvoy. Ungefähr gleich groß und stark, waren sie beim Dreh gute Partner und hatten bei den Missbrauchsszenen „a go at it“. Und da sind sie wieder, die Innuendo-Witze. „Wir brauchten keine Knieschützer!“ Gut zu wissen, Mr. McAvoy. Auf seinen Wunsch stellen die beiden eine Szene nach, bei der Frankenstein Igor von hinten gegen eine Säule presst, aber es nach, naja, etwas anderem aussieht. „Tumblr explodiert gerade mit Slash-Fanfiction,“ dokumentiert Moderator Chris Hardwick das Geschehen. Wenigstens war das Frankenstein-Panel eins der lustigsten auf der Comic Con. Zwar nur mit zwei Darstellern, die dafür wissen, wie sie die Menge unterhalten. Gut möglich, dass das Anschauen des schaurigen Films nun mit den Geschichten der Dreharbeiten und den Andeutungen der Darsteller wohl komischer als gewollt wird.

Ninja Nora

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Die Seriensucht hat für Nora mit Buffy, Charmed und The O.C. angefangen. Damals noch deutsch synchronisiert, heute nur noch im englischen Original. Was für eine Generation davor die alten Star Wars Filme bedeuten, ist für sie die Lord of the Rings-Trilogie. Wählt ihre Serien gerne anhand von geliebten SchauspielerInnen aus. Zur Zeit gehören "Game of Thrones" und "The Originals" zu ihren Favoriten.
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@noracaterina

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"I walked and walked the walks that he walked." Brillant red carpet interviews with #andrewgarfield at the Oscars. - 4 Wochen ago
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